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Forums - General Discussion - Sprechen wir Deutsch !

siebensus4 said:
XD84 said:

Fühlst du dich in der Schweiz willkommen? Ich höre immer wieder von Deutschen, dass es ihnen schwer fällt, sich zu integrieren, da die Schweizer gegenüber andere Landsleute eher eine ablehnende Haltung haben. 

Nun ja. Ich denke, dass in jedem Land die Einheimischen lieber unter sich sind und man Ausländern gegenüber immer etwas vorsichtig ist. Das kann ich auch nachvollziehen. Ich persönlich habe aber in den 10 Jahren nur zwei negative Erfahrungen gemacht und habe auch einige Schweizer als Freunde. Wenn man sich ein wenig anpasst und freundlich ist, dann wird man auch immer freundlich behandelt. Hauptsächlich ist es ja die Sprache, die einem hier in der Schweiz als Ausländer outet und ein wenig die kulturellen Differenzen, dass man z. B. Sachen zu direkt anspricht.

Ich habe jahrelang im Verkauf in der Schweiz gearbeitet und verstehe Schwizerdütsch ohne Probleme. Ich könnte es auch relativ problemlos sprechen (bis auf ein paar Fachausdrücke und vielleicht ein paar Satzbau-Problemen), aber mir wurde oftmals davon abgeraten, es auch nur zu versuchen. Das finde ich eben irgendwie komisch, weil man sich z. B. in Frankreich oder Italien normalerweise freut, wenn Ausländer versuchen die Landessprache zu sprechen.

Dass Schweizer vielleicht etwas abgeneigt gegenüber Deutschen sind, kommt viel auch durch die schweizer Medien und davon, dass man mit Hochdeutsch vielleicht negative Assoziationen mit der Schule hat. Ein paar Schweizer haben auch absolut unbegründete Minderwertigkeitskomplexe gegenüber Deutschen, denn Deutsche sich eher neidisch auf die schweizer Neutralität. Jedes Volk hat doch seine Schwächen und Stärken. Letztendlich sind wir doch alles Germanen

Aus meiner Sicht ist dies einer der grössten Stolpersteinen der Deutschen, dass sie für die Schweizer zu direkt sind. Ich finde auf einer beruflichen Ebene viel leichter mit einem Deutschen umzugehen als mit einem Schweizer, da ich beim Deutschen ganz genau weiß, an was ich bin, während der Schweizer vieles durch die Blume kommuniziert und dadurch oft unklar ist, was er genau möchte. Die Schweizer nehmen häufig die Aussagen der Deutschen persönlich, anstatt dies Korrektheit halber rein auf der Sachebene zu verstehen. 

Es ist eine Weise Entscheidung, dass du es nicht versuchst Schweizerdeutsch zu sprechen. Ausser man beherrscht den Dialekt perfekt, würde ich es keinem "Nicht-Schweizer" raten, dies zu tun, da dies die Schweizer seltsam finden (siehe Ottmar Hitzfeld). 

Viele Schweizer haben definitiv ein Minderwertigkeitskomplex gegenüber den Deutschen und wie du richtig gesagt hast, ist dies absolut unbegründet. Beide Länder haben ihre Vor- und Nachteile aber verglichen mit den meisten Ländern der Welt kann man in beiden sehr gut leben. 



Around the Network
asqarkabab said:
Barozi said:

hab von August 2013 bist März 2018 in Berlin gelebt.

Wo wohnst du den jetzt ?

Bei Köln.



Wo sind die Landesschwestern?



Chinese food for breakfast

 

Immer diese verdammten Deutschen.

In jeder nur dunkelsten Ecke des globalen Internets treiben die sich rum. Angelockt wie Motten in der tiefsten Dunkelheit strebend nach dem Licht.

In english: Germans are nice people.



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Reached PC master race level.

Panicradio said:

Komme ursprünglich aus Brandenburg, lebe seit etwa 10 Jahren in Berlin. Sind hier denn noch andere Berliner unterwegs? :) 

Nur die schlimmste Sorte kommt aus Berlin. 



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Around the Network
Peh said:
Panicradio said:

Komme ursprünglich aus Brandenburg, lebe seit etwa 10 Jahren in Berlin. Sind hier denn noch andere Berliner unterwegs? :) 

Nur die schlimmste Sorte kommt aus Berlin. 

Dann warst du noch nie in Frankfurt. ;) haha



Dr.Vita said:
Peh said:

Nur die schlimmste Sorte kommt aus Berlin. 

Dann warst du noch nie in Frankfurt. ;) haha

Leider öfters als ich es wollte :)



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Fededx said:
Ich komme aus Argentinien. Aber ich kann ein bisschen Deutsch. Ich liebe die deutsche Kultur! Ich hoffe, dass ich bald nach Deutschland fahren kann. Ich war schon zweimal da. Hoffentlich konnte ich in dieses Forum mein Deutsch verbessern! :)

Dein Deutsch hört sich schon sehr gut an, Deutschland ist ein schönes Land mit einer sehr interessanten Kultur. 😁



Barozi said:
asqarkabab said:

Wo wohnst du den jetzt ?

Bei Köln.

NRW ;)

Last edited by asqarkabab - on 08 April 2019

REQUIESCAT IN PACE

I Hate REMASTERS

I Hate PLAYSTATION PLUS

XD84 said:
Bofferbrauer2 said:

Ja, im großen und ganzen ist die Lage jetzt ruhiger. Größtes Problem momentan ist eher ein Mangel an Trinkwasser wegen des El Niño, die Regenzeit kann gerade nicht schnell genug kommen.

Und ja, das bringt eine Menge Herausforderungen mit sich. Der Vorteil als Luxemburger ist hier, dass das Land schon so viele Kulturen auf kleinstem Raum hat, so dass man sie schon etwas im voraus kennen lernt. Trotzdem, Sachen wie die hiesige Küche und Rechte in jenem Land sowie einige Traditionen lernt man erst richtig vor Ort kennen.

Ein längere Zeit in einem Land wie den Philippinen leben, sich mit der Bürokratie auseinandersetzen und dort arbeiten bedeutet auch, zu sehen was dort anders gelaufen ist als bei uns und wieso diese Länder so viel ärmer sind als unsere Heimat. In den Philippinen etwa ist alles nach deren vorherigen Kolonialmacht USA modelliert - nur haben sie nicht die nötigen Ressourcen um dies auch erfolgreich zu machen.

Mein Frau war regelrecht schockiert als sie in Luxemburg war und sah, dass alles so sauber und ruhig und sicher ist auch ohne überall Wachen mit Schrotflinte und Revolver zu haben. Und dass die Bürokratie bei uns deutlich schneller geht: Wir mussten dort fast 3 Monate auf unseren Eheschein warten, erst dann war unsere Ehe registriert. In Luxemburg dauerte das ganze keine 5 Minuten, und wir hatten auch keine Warteschlange vor uns, geschweige eine von 3 Stunden! Briefwahl anfragen, geschickt bekommen, ausfüllen und wieder nach Luxemburg versenden ging schneller als für sie sich bei einer Wahl in die Wählerlisten einzutragen. Wäre die Organisation besser, wäre das ganze Land deutlich besser mMn.

Und dass die Obrigen und die Kliniken hier alle nach Strich und Faden über den Tisch ziehen (sprich niedrige Löhne und teure Krankenbehandlung, bei einer Erkältung letztes Jahr hatte ich eine Rechnung von über 180€ für die Diagnose und Arztbesuch), bestärkt mich eigentlich nur, was meine politischen Ansichten anbelangt - Blocher und seine SVP könnten mir gestohlen bleiben.

Sehr spannend, danke für deinen ausführlichen Bericht.

Ich meide es in der Regel Schweizer Politik zu thematisieren, aber ich muss dir bezüglich der SVP recht geben. Besonders viele aus der Unterschicht (wenn es dies überhaupt in der Schweiz wirklich gibt, wenn man dies mit der Welt vergleicht) wählen die SVP, da sie das Ziel haben, die Immigranten von der Schweiz fern zu halten. Ich wünschte, dass sie mehr Leute Gedanken machen würden, über alle Bereiche und nicht nur die Außenpolitik. Innenpolitisch kümmert sich die SVP einen Dreck um die einfachen Leute (außer die Bauern), der Fokus liegt bei den Reichen und bei den Firmen. 

Ich musste kürzlich arbeitsbedingt über das Genfer Projekt Papyrus schreiben (für all die, die nicht wissen, was das Projekt Papyrus ist: Es ist ein Pilotprojet, um sowohl langzeit in Genf lebendene Illegale zu regularisieren als auch die Schwarzarbeit zu der sie gezwungen sind, zu bekämpfen). Trotz der extrem strikten Kriterien, die da wären:

  • 10 Jahre in Genf leben (5 wenn man ein schulpflichtiges Kind hat) und dies auch vorne bis hinten beweisen können.
  • Finanziell unabhängig sein (da Schwarzarbeit unterhalb normalen Lohns bezahlt wird nicht immer einfach)
  • Komplett integriert sein, fließend französisch reden und, im falle von schulpflichtigen Kindern, täglich zur Schule gehen
  • Keine Strafanzeigen haben oder gehabt haben.

Die SVP lehnte als einzige Partei das ganze ab, sagte dass man dann gleich die Grenzen für jedermann öffnen könnte und dass damit nur tausende illegale angezogen würden und forderte, dass Schulen Kinder von Illegalen denunzieren sollen. Absolut hanebüchen mMn!